Herzlich willkommen am Adam-Kraft-Gymnasium

Exkursionstag des Leistungsfachs Geschichte in Fürth und Nürnberg

Um Erinnerungskultur nicht nur theoretisch zu durchdringen, sondern auch unmittelbar erfahrbar zu machen, begab sich das Leistungsfach Geschichte am 15. Juli 2026 auf eine Tour des Gedenkens durch Fürth und Nürnberg. Auftakt bildete das LEZ in Fürth – das „Ludwig-Erhard-Zentrum“ im Geburtshaus des ehemaligen Bundeskanzlers unweit des Rathauses. Neben einer ansprechend gestalteten Führung ließ sich das Haus auch per App individuell erkunden. Der Rundgang eröffnete nicht nur eindrucksvolle Einblicke in die Wirtschaftswunderjahre, die Genese der Sozialen Marktwirtschaft sowie die deutsche Teilung und präsentierte ausgewählte „Schätze“ aus Erhards Amtszeit; er spannte zugleich, ausgehend von dessen Biografie, den Bogen von der Kaiserzeit über die Weimarer Republik bis in den Nationalsozialismus. Auch die Sonderausstellung zu den gebürtigen Fürthern Henry und Walter Kissinger erwies sich als sehenswert. Den Abschluss bildete ein Besuch im „Café Luise“, einem Erinnerungsort besonderer Qualität: Hier führten Erhards Eltern einst ein Weißwarengeschäft. Im Anschluss ging es mit der U-Bahn zum „Memorium Nürnberger Prozesse“ in der Fürther Straße. Dort erkundeten wir eigenständig – unterstützt durch eine App – den historischen Gerichtssaal 600, den Schauplatz der Hauptkriegsverbrecherprozesse, sowie die umfangreiche, textintensive Ausstellung. Die Sonderausstellung im „Cube“, einer umgebauten Autowerkstatt in unmittelbarer Nähe des Justizpalastes, stieß hingegen unter den gegebenen Umständen auf verhaltene Resonanz. Zwar war das Thema „Volksgerichtshof 1934–1945“ instruktiv und anschaulich aufbereitet – besonders aufschlussreich: die Karrieren einzelner Juristen des Volksgerichtshofs im bundesdeutschen Justizwesen nach 1945 –, doch minderten die große Hitze in den Räumlichkeiten und das einsetzende Mittagstief die Aufnahmebereitschaft deutlich. Nach einer kurzen Pause brachte U- und S-Bahn die Exkursionsgruppe weiter zum Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Die neue Dauerausstellung in der ehemaligen Kongresshalle befindet sich derzeit noch im Probebetrieb, sodass nicht alle interaktiven Elemente zugänglich sind; gleichwohl vermittelt sie einen vielschichtigen und eindringlichen Einblick in die ebenso faszinierende wie gewaltgeprägte Geschichte dieses Erinnerungsortes. Der Mediaguide leitet die Besucher gezielt durch die Ausstellung und erschließt zusätzlich audiovisuelle Quellen. Analytisch besonders gewinnbringend ist eine Station, an der Leni Riefenstahls Propagandafilm „Triumph des Willens“ quellenkritisch dekonstruiert werden kann. Insgesamt fand die neue Ausstellung großen Zuspruch bei den jungen Historikerinnen und Historikern des Leistungsfachs. An der S-Bahnhaltestelle „Dutzendteich“ endete schließlich eine Exkursion, die zentrale Aspekte des Halbjahres 12/2 anschaulich aufgriff und vertiefte. (Text und Fotos: Markus Wawrzynek)

TurnOn-Abschluss beim BR in Nürnberg

Sound-Zertifikat für KRAFTvoll

Mit diesem Schuljahr endet für die Schulradios in Bayern eine Ära: Elke Dillmann als Initiatorin und Leiterin des Wettbewerbs TurnOn gibt den Staffelstab nach 21 Jahren an die Projektmanagerin und Sportjournalistin Heike Otto weiter, die unter einem neuen Namen den Audiowettbewerb konzeptionell weiterentwickeln wird. Aus diesem Grund war die Abschlussveranstaltung mit Preisverleihung, die erstmals bei Bayerischen Rundfunk in Nürnberg stattfand, etwas Besonderes! Und wie schon seit 16 Jahren war auch unser Schulradio KRAFTvoll am 23. Juli 2026 dabei, als die Gewinner des Wettbewerbs ausgezeichnet und die langjährigen Teilnehmer geehrt wurden. Alle Gewinnerbeiträge können hier nachgehört werden. Wir freuen uns im nächsten Jahr mit KRAFTvoll am neuen Wettbewerb des Bayerischen Rundfunks teilzunehmen. (Text/Fotos: Markus Wawrzynek)

Chemie zum Staunen: P-Seminar „Chemische Zaubervorlesung“ begeistert beim Sommerfest

Ein geheimes Labor, ein geheimnisvolles Zauberbuch und ein in einen Hund verwandelter Mitschüler – mit dieser ungewöhnlichen Geschichte entführte das P-Seminar Chemie „Chemische Zaubervorlesung“ die Besucherinnen und Besucher des Sommerfestes des Adam-Kraft-Gymnasiums in eine Welt voller überraschender chemischer Phänomene. Die beiden Vorstellungen waren restlos ausverkauft und zogen zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern in ihren Bann. Ausgangspunkt der Handlung war eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die während des Nachsitzens ein verborgenes Labor entdeckte. Aus Neugier begannen sie zu experimentieren – mit unerwarteten Folgen: Einer ihrer Mitschüler wurde in einen Hund verwandelt. Um den Zauber rückgängig zu machen, mussten die jungen „Forscherinnen und Forscher“ eine Reihe spektakulärer Experimente durchführen und schließlich in einem geheimnisvollen Buch das richtige Rezept für die Rückverwandlung finden. Die Vorführung verband eine humorvolle Geschichte mit eindrucksvollen chemischen Showexperimenten. So sorgte das geheimnisvolle hellblaue Leuchten einer Luminol-Reaktion im Dunkeln für staunende Gesichter, während der laute Knall eines zerplatzenden Wasserstoffballons das Publikum gleichermaßen erschreckte und faszinierte. Besonders eindrucksvoll war die sogenannte „Methanmamba“, bei der brennender Schaum scheinbar gefahrlos auf einer bloßen Hand brannte. Ebenso verblüffend waren Flüssigkeiten, die wie von Zauberhand ihre Farbe wechselten – tatsächlich ausgelöst durch Indikatorlösungen, die je nach saurer oder basischer Umgebung unterschiedliche Farben annehmen. Die gelungene Mischung aus Spannung, Witz und spektakulären Experimenten führte zu zahlreichen Aha-Momenten und überraschenden Wendungen, die das Publikum immer wieder zum Lachen und Staunen brachten. Hinter der unterhaltsamen Inszenierung steckte jedoch eine intensive Vorbereitung: Die Mitglieder des P-Seminars entwickelten die Geschichte selbst, planten die Experimente, organisierten deren sichere Durchführung und setzten die Aufführung erfolgreich um. Die „Chemische Zaubervorlesung“ war ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie naturwissenschaftliche Inhalte kreativ, anschaulich und publikumswirksam vermittelt werden können. Das P-Seminar zeigte eindrucksvoll, dass Chemie weit mehr ist als Formeln und Reaktionsgleichungen – nämlich spannend, überraschend und ausgesprochen unterhaltsam. Text und Fotos: Dr. Ute Halbig

Mathematische Spitzentalente am AKG: Lilli Scheler und Lukas Büttner überzeugen beim Bundeswettbewerb Mathematik 2026

Lilli Scheler und Lukas Büttner erzielten in der ersten Runde des Bundeswettbewerbs Mathematik 2026 zwei beeindruckende Erfolge: Lukas (ehem. P13) gewann einen zweiten Preis in der 13. Jahrgangsstufe, während Lilli (Klasse 11a) in der 11. Jahrgangsstufe einen dritten Preis erzielte. Der Bundeswettbewerb Mathematik zählt zu den renommiertesten und anspruchsvollsten Mathematikwettbewerben Deutschlands. Er besteht aus drei Runden, darunter zwei Hausaufgabenrunden und einem mathematischen Fachgespräch in der dritten Runde. Die gestellten Aufgaben erfordern neben logischem Denken vor allem Ausdauer, Kreativität sowie eine lückenlose Beweisführung. Beide traten als Einzelteilnehmer an, obwohl der Wettbewerb in der ersten Runde auch eine Bearbeitung im Team zulässt. Dies verleiht ihren Erfolgen eine besondere Bedeutung. Die Mathematik begeistert Lilli und Lukas schon seit vielen Jahren. Sie beschäftigen sich mittlerweile mit großem Engagement mit Inhalten, die weit über die Schulmathematik hinausgehen. Auch das Knobeln an Wettbewerbsaufgaben bereitet ihnen große Freude. Schulleiter H. Pinzner zeigte sich beeindruckt und gratulierte den beiden Preisträgern zu ihren Erfolgen. Als Anerkennung für ihre großartigen Leistungen erhielten sie zudem von der Fachschaft Mathematik einen Buchgutschein. Lilli und Lukas – wir sind sehr stolz auf euch! Text: Cathrin Wizinger Foto: AKG

Werte sichtbar gemacht – Abschluss des Werteprojekts mit den Fünftklässlern

Zum Ende des Schuljahres trafen sich die Fünftklässler des Adam-Kraft-Gymnasiums noch einmal mit dem Wertebotschafter Semih Durak und seinem engagierten Team. Nachdem die Schülerinnen und Schüler bereits zu Beginn des Schuljahres im Rahmen eines Werteprojekts die Grundlagen für ein respektvolles und verantwortungsbewusstes Miteinander kennengelernt hatten, bildete diese zweite Veranstaltung einen gelungenen Abschluss der gemeinsamen Arbeit. Zunächst kamen alle Klassen im Blauen Theater zusammen. Dort erinnerten die Mitglieder des Wertebotschafter-Teams in kleinen Gruppen an die Inhalte der ersten Veranstaltung und wiederholten gemeinsam mit den Kindern, welche Bedeutung Werte wie Respekt, Verantwortung und Gemeinschaft für das tägliche Zusammenleben an der Schule haben. Dabei wurde deutlich, wie viel die Fünftklässler aus dem ersten Projekttag mitgenommen hatten und wie selbstverständlich viele der besprochenen Werte inzwischen zu ihrem Schulalltag gehören. Anschließend verlagerte sich die Aktion auf den Pausenhof. Mit bunter Straßenmalkreide gestalteten die Schülerinnen und Schüler den Schulhof und hielten die Werte fest, die ihnen persönlich besonders wichtig sind. So entstanden überall farbenfrohe Begriffe und Botschaften wie Mut, Freundschaft, Frieden, Liebe, Verantwortung, Zusammenhalt und viele weitere. Innerhalb kurzer Zeit verwandelte sich der gesamte Schulhof in ein eindrucksvolles und buntes Zeichen dafür, welche Werte die Schulgemeinschaft verbinden. Die kreative Abschlussaktion zeigte eindrucksvoll, dass Werte nicht nur Thema eines Projekttages sind, sondern das tägliche Miteinander am Adam-Kraft-Gymnasium prägen. Gleichzeitig bot sie den Kindern die Gelegenheit, das Gelernte noch einmal bewusst zu reflektieren und ihre eigenen Vorstellungen sichtbar zu machen. Das Wertebotschafter-Team bewies erneut großes Engagement und trug dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler das Schuljahr mit einer positiven und nachhaltigen Erinnerung an das gemeinsame Werteprojekt abschließen konnten. Text: I. Bentivoglio Fotos: Semih Durak,  I. Bentivoglio

Spendenlauf am AKG

Am Montag, den 20. Juli 2026, veranstaltete das Adam-Kraft-Gymnasium einen Sponsorenlauf zugunsten wohltätiger Zwecke sowie zur Finanzierung von Neuanschaffungen für den Sportunterricht. Alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen hatten im Vorfeld Zeit, bis zu vier Sponsoren zu gewinnen, die für jede gelaufene Stadionrunde einen bestimmten Betrag spendeten. Um 8.15 Uhr starteten bei idealen äußeren Bedingungen rund 160 Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen in den Lauf. Ziel war es, innerhalb von 60 Minuten möglichst viele der 400 Meter langen Stadionrunden zu absolvieren. Die SMV versorgte alle Teilnehmenden mit Obst und frischem Wasser, sodass die stärksten Läuferinnen und Läufer bis zu 30 Runden erreichten. Die Tutorinnen und Tutoren der 10. Klassen unterstützten die Lehrkräfte bei der Betreuung der insgesamt elf Klassen beider Jahrgangsstufen sowie bei der Erfassung der gelaufenen Runden. Um 10 Uhr gingen schließlich die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen auf die Strecke und knüpften an die beeindruckenden Leistungen der 5. Klassen an. Zahlreiche Lehrkräfte des AKG halfen bei der Organisation und Auswertung oder liefen selbst mit. Die großzügigen Spenden aller Sponsoren summieren sich auf über 11.000 Euro. Damit können sowohl die Katastrophenhilfe und weitere soziale Projekte unterstützt als auch Neuanschaffungen für den Sportunterricht finanziert werden. Text: Martin Engert Fotos: Semih Durak und sein Team

Demokratie am AKG: Wahlkurs Politik organisiert Verbindungslehrerwahl

Der Wahlkurs Politik des AKG organisierte am Ende des Schuljahrs die Neuwahl der Verbindungslehrer. Alle Schülerinnen und Schüler waren an zwei Tagen aufgerufen, aus den Kandidatinnen und Kandidaten die Lehrkräfte zu wählen, die als Ansprechpartner bei Problemen dienen und außerdem die Arbeit der SMV betreuen. Schnell war an der Schule die Idee geboren, diese Abstimmung als Urwahl durch alle AKG-Schüler durchzuführen. Der Wahlkurs Politik unter Leitung von Tobias Dollenmaier organisierte daraufhin Wahlkabinen und -urnen aus den Beständen des städtischen Wahlamts, stellte Stimmzettel her und informierte die Klassen über ihre Wahlmöglichkeiten. Intensiv diskutierte der Wahlkurs auch die verschiedenen Optionen der Ausgestaltung eines Wahlmodus. Besonders wichtig war den Organisatoren die Transparenz der Wahlhandlung, weshalb das Atrium als zentraler Ort der Schule ausgewählt wurde. So konnte nicht nur die Wahl selbst beobachtet werden, sondern auch die öffentliche Auszählung. Als dann Frau Mathes und Herr Grad die Wahl eindeutig gewonnen hatten, wurde über die Info-System des AKG das Ergebnis umgehend veröffentlicht. Die Wahlkurs-Schüler freuten sich sichtlich über die viele Anerkennung für ihre Arbeit und freuen sich auf weitere Schülerinnen und Schüler, die im kommenden Schuljahr an der Weiterentwicklung der Demokratie in der Schule arbeiten wollen. Text: T. Dollenmaier Fotos: T. Dollenmaier, I. Bentivoglio

Ein Koffer voller Frankreich …

Französisch lernen kann weit mehr sein als nur Vokabeln und Grammatik. Dass dies auch mit Spaß verbunden werden kann, bewiesen Schülerinnen und Schüler des P-Seminars Französisch am Adam-Kraft-Gymnasium unter der Leitung von Französischlehrerin Ingrid Lang mit einem besonderen Projekt. Ziel war, den Grundschülern ein kleines Stückchen französisches Lebensgefühl zu vermitteln. Monatelang arbeiteten die Schülerinnen und Schüler einmal wöchentlich daran, ein abwechslungsreiches und kreatives Programm für Kinder einiger Schwabacher Grundschulen zu entwickeln. Die Köpfe rauchten beim Tüfteln, Überlegen und Werkeln.  Im Mittelpunkt stand ein Koffer, der zahlreiche selbstentwickelte Spiele, Rätsel, Lieder, Tänze und viele kreative Materialien rund um Frankreich enthielt. So sollte den Grundschülern ein erster Zugang zur französischen Sprache ermöglicht und gleichzeitig Interesse an Kultur und Land geweckt werden. Mit großem Einfallsreichtum entstanden viele unterschiedliche Lernideen, bei denen die Kinder aktiv mitmachen konnten. Ob beim Knobeln, Spielen oder Entdecken neuer Wörter – der Spaß stand stets im Vordergrund. Sogar T-Shirts mit einem selbst designten Logo wurden entworfen und bedruckt. Unterstützt wurde dieses Projekt durch das Institut français in München, das wertvolle Inspirationen und Ideen für die Gestaltung der Materialien lieferte. Als die Vorbereitungen abgeschlossen waren, besuchten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen mehrere Klassen der Luitpoldschule und der Christian-Maar-Schule. Dort durften sie selbst einmal in die Rolle von Lehrkräften schlüpfen und die Kinder durch verschiedene Aktivitäten führen. Neugierig und motiviert beteiligten sich die Grundschüler an den Angeboten und zeigten großes Interesse an der französischen Sprache. Für alle Seminarteilnehmer war das Projekt eine neue und wertvolle Erfahrung. Neben organisatorischem Geschick waren Kreativität, Teamarbeit und Kommunikationsfähigkeit gefragt. Vor allem aber lernten die Schülerinnen und Schüler, wie viel Freude es bereiten kann, Wissen weiterzugeben und andere für neue Themen zu begeistern. Vielleicht wurde auch bei dem einen oder anderen ein bisschen Begeisterung für die Arbeit als Lehrkraft geweckt. So wurde aus einer Projektidee weit mehr als eine Unterrichtseinheit:  eine Begegnung mit Frankreich, die bei vielen Kindern noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Amelie Müller, 11c

Sonne – Sommer – Songs: AKG-Konzert ließ den Markgrafensaal beben

Mit dem Titel des Lieds „Cover Me in Sunshine“, vorgetragen vom Unterstufenchor, lässt sich das diesjährige AKG-Sommerkonzert bestens betiteln: draußen die Hitzewelle, im Saal zunehmend steigende tropische Temperatur, ein sichtlich und hörbar angeheiztes, begeistertes Publikum, das von den vielfältigen Darbietungen mitgerissen wurde und den Sommer als Augen- und Ohrenschmaus erleben durfte. Mit bestechenden Bläser- und Schlagzeugsoli konnte Martin Tonns Bigband mit „Good Man“ (Owl City) und „What Makes You Beautiful (One Direction) beschwingt den Auftakt setzen und zu ersten Beifallsstürmen hinreißen. Die Gestaltung des Programms folgte einem wellenhaften Auf und Ab der Gefühle, so dass Julie Golds „From a Distance“, vorgetragen von Andreea Ghent und Odette Modi, die Grooves der Bigband erdete; im Duett leuchteten die beiden Schülerinnen die Weite des Markgrafensaals wie die sich drehenden Scheinwerfer mit ihren Stimmen berührend aus. Mara Meier trug anschließend enorm schnörkellos und doch einfühlsam und mit höchster Fingerfertigkeit Vickeblankas „Black Catcher“ am Flügel vor, gefolgt von Viktoria Wanner mit Adeles „Easy on Me“, begleitet von Theresa Klöcker, die mit ihrer voluminösen, reifen Stimme einen ersten Gänsehautmoment erzeugte. Soli der klassischen Art stellte das kongenial harmonierende Duo Alexander Kaufmann und Lukas Büttner dar: Die jungen Musiker schwelgten im konzertanten Miteinander in einem Vivaldi-Stück und boten einen innigen, auf die melodiösen Barock-Wellen ausgerichteten Moment dar. Ganz im Gegensatz zum immer umjubelten Auftreten des sehr agilen, lebendigen Unterstufenchors („Schiefgehtag“, „Cover Me in Sunshine“, „Super Trouper“) und dem erneut auf höchstem Niveau singenden Lehrerchor („Steppin‘ Out with My Baby“, „Mambo Italiano“), der seine Tanzeinlage unter großem spontanem Applaus inszenierte. Erstmals hatte die Chor- und Musikfachschaftsleiterin und Hauptverantwortliche für das Konzert, Ingrid Bentivoglio, diese beiden Chöre mit „Wellerman“ zusammengeführt, so dass dieses Shanty als kleines Theaterstück stilecht mit Matrosen und Schiffsrequisiten für alle Beteiligten auf der Bühne wie auch für das Auditorium eine große Freude war – und die „hydration break“ für alle einläutete. Durch die Pause erfrischt versetzte das Orchester unter dem Dirigat von Karin Beer engagiert und abwechslungsreich mit „Pirates of the Caribbean“ das Publikum weniger in die ferne Karibik, sondern holte es bei den Saaltemperaturen direkt dort ab. Vor diesem Klassiker der Filmmusik genossen die Besucherinnen und Besucher bekannte, mit viel Akribie und feinem Taktgefühl gespielte Melodien aus dem Musical-Klassiker „West Side Story“ (L. Bernstein) und zudem den „Ragtime Dance“ (Scott Joplin). Leider ohne die erkrankte Leiterin Gudrun Schöttner, aber nichtsdestoweniger präzise, aufeinander abgestimmt und hörend bot die Trommelgruppe mit ihren Cajons und „Bossa-Rondo“ (William Schinstine) eine Klangwelt, die intuitiv erzeugte überraschende Effekte hervorbrachte und die Gäste in ihren Bann zog. Ähnlich bravouröse Konzentration zeigten danach die Geschwister Theresa und Christoph Klöcker mit dem „Pokémon Theme“ (Loeffler/Siegler) am Flügel – sie inszenierten eine kraftvolle Aufbruchstimmung, die wie eine frische Brise durch den Saal strich. Diese optimistischen Töne gingen über in ein weiteres Solistenstück, „Total Eclipse of the Heart“ von Jim Steinman, gesungen von Andreea Ghent im Duett mit Thomas Qi am Klavier und unterstützt von Colin Drescher am Schlagzeug. Alexander Kaufmann beschenkte als letzter Solist den Saal mit dem Präludium in g-Moll (op. 23, Nr. 5) von Sergei Rachmaninov, in dem er die dicht gedrängte Dynamik wie auch die Wehmut des anspruchsvollen Stücks mit den Tasten schier verschmelzend weitergeben konnte. Nach diesem grandiosen musikalischen Innehalten entführte die Darbietung von „The Lion Sleeps Tonight“ durch den Tiere nachahmenden Mittel- und Oberstufenchor das Publikum in einen Dschungel, in dem sogar die Tierstimmen zu hören waren und die ansteigende Luftfeuchtigkeit sogar zur Kulisse wurde. Mit zwei weiteren Songs („From Now On“ und „Stay“) präsentierten sich die mit inniger Freude singenden Schülerinnen und Schüler in stimmlich sehr berührender Bestform. Vor allem die Männerstimmen boten den Frauenstimmen bei „Stay“ hervorragend Paroli, so dass sich erneut die Regie für diesen Konzertabend erfüllte und ein mit Instrumenten und Stimmen erzeugtes wellenartiges Auf und Ab wohltuend von der Bühne ausging – mit der eindeutigen Intention „I want you to stay!“ Da viele scheidende Abiturientinnen und Abiturienten mitsangen, bekam dieses Lied eine zweite emotionale Ebene, denn am nächsten Tag erfolgte die feierliche Entlassung dieser Mitwirkenden. Nach dem herzlichen Dank von Schulleiter Harald Pinzner und der Elternbeiratsvorsitzenden Dr. Muriel Letzkus begann nicht eine Party mit dem gemeinsam vorgetragenen „Celebration“, sondern das Konzert mündete, unterstützt von der Bigband, in ein grandioses Finale, das die Anwesenden mit „Have a good time!“ und bewegenden musikalischen Erlebnissen im Herzen in den Sommer- und Fußballabend entließ. Text: E. Werrer Fotos: M. Wawrzynek

Endlich wieder Abitur am Adam-Kraft-Gymnasium

60 Absolventinnen und Absolventen des ersten G9-Jahrgangs feierlich verabschiedet Nach einem Jahr ohne Abitur aufgrund der Umstellung vom G8 auf das G9 war die Freude am Adam-Kraft-Gymnasium in diesem Sommer besonders groß: Endlich konnten wieder Abiturzeugnisse überreicht werden. Im festlich geschmückten Markgrafensaal erhielten 60 Schülerinnen und Schüler des ersten G9-Jahrgangs ihre Reifezeugnisse und wurden gemeinsam mit ihren Familien, Lehrkräften und zahlreichen Gästen in einen neuen Lebensabschnitt verabschiedet. Die feierliche Veranstaltung stand unter dem Motto „ABier – Bildung nach Maß“ und bot ein abwechslungsreiches Programm voller bewegender, humorvoller und musikalischer Höhepunkte. Dabei war den Abiturientinnen und Abiturienten die Mischung aus Stolz über das Erreichte und Wehmut über das Ende der Schulzeit deutlich anzumerken. Herausragende Leistungen des ersten G9-Jahrgangs Auch die schulischen Leistungen des Jahrgangs konnten sich sehen lassen. Gleich zwei Absolventen erreichten den Traumnotendurchschnitt von 1,0: Marc Eichberger und Emre Kurt. Mit der Note 1,1 folgte Tim Schindler, Emma Hässler erzielte einen Durchschnitt von 1,2. Über die Note 1,3 durfte sich Paulina Weidmann ebenso freuen wie Finn Yabroudi. Einen Notendurchschnitt von 1,4 erreichten Mirja Willenberg, Kerem Kurt, Alexandra Wieser, Milissa Müller, Sebastian Fernández-Zeidler, Tobias Reuter, Mattis Merkel und Lena Burkhart. Mit der Note 1,5 schlossen Lukas Büttner, Meryem Kadhum und Thea Sachs ihre Schulzeit ab. Das Publikum würdigte diese hervorragenden Leistungen mit lang anhaltendem Applaus. Mit Humor und vielen Erinnerungen auf die gemeinsame Zeit zurückgeblickt Oberstufenkoordinator Frank Schmidt, der den Jahrgang in den vergangenen Jahren begleitet hatte, ließ in seiner Ansprache die gemeinsame Zeit noch einmal Revue passieren. Er lobte die Schülerinnen und Schüler dafür, dass sie auch in anspruchsvollen Situationen stets einen kühlen Kopf bewahrt, Improvisationstalent bewiesen und sich gegenseitig unterstützt hätten. Mit einem Augenzwinkern erinnerte er außerdem daran, dass in den Prüfungszeiten der Süßigkeitenkorb in seinem Büro oft schon nach der ersten Pause restlos geplündert war. Passend dazu sorgten humorvolle Fotos – darunter die inzwischen legendäre „Süßigkeitenschale vor und nach der ersten Pause“ – für viele Lacher im Publikum. Vom ersten Schultag bis zum Aufbruch in die Zukunft Für die Abiturientinnen und Abiturienten blickten Marlene Kemper, Finn Yabroudi und Sebastian Fernández-Zeidler auf neun gemeinsame Jahre zurück. Sie erinnerten an den 12. September 2017, als nervöse Fünftklässler im Atrium ihre neuen Lehrkräfte und Mitschüler kennenlernten. Aus zunächst fremden Gesichtern sei im Laufe der Jahre eine Gemeinschaft entstanden, die viele unvergessliche Momente miteinander erlebt habe. Mit zahlreichen kleinen Episoden zum Schmunzeln ließen sie die Schulzeit noch einmal lebendig werden. Gleichzeitig ging der Blick auch nach vorn: Die frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten freuen sich auf die neu gewonnene Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen – auch wenn diese Freiheit zunächst mit Unsicherheit verbunden ist, weil nun viele Wege offenstehen und niemand genau weiß, was die Zukunft bereithält.  An diese Gedanken knüpfte Oberbürgermeister Peter Reiß in seiner Ansprache an. Er ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, neue Wege zu gehen und auch das Scheitern als Chance zu begreifen. Gleichzeitig gab er ihnen mit auf den Weg, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen: Die Welt werde nicht von allein besser – jeder Einzelne könne dazu beitragen, sie gemeinsam ein Stück lebenswerter zu machen. Schulleiter Harald Pinzner gratulierte dem ersten G9-Abiturjahrgang herzlich zu seinem Erfolg. Er würdigte die Leistungen der Schülerinnen und Schüler und bestärkte sie, ihren weiteren Lebensweg mit Zuversicht und Entschlossenheit zu gehen. Dabei sprach er auch die Wehmut an, die beim Abschied von einem vertrauten Lebensabschnitt ganz selbstverständlich mitschwinge. Zugleich beginne nun ein neues Kapitel voller Möglichkeiten. Auch die Elternbeiratsvorsitzende Dr. Letzkus richtete persönliche Worte an die Absolventinnen und Absolventen. Mit dem Sprichwort „Geduld und Humor sind zwei Kamele, mit denen ihr durch jede Wüste kommt“ machte sie den jungen Erwachsenen Mut für kommende Herausforderungen und versicherte, dass die Familien weiterhin unterstützend an ihrer Seite stehen. Virtuose Musik und emotionale Momente Für den musikalischen Auftakt sorgten Lukas Büttner an der Violine und Alexander Kaufmann am Klavier. Mit einem virtuosen Konzert von Antonio Vivaldi begeisterten sie das Publikum und verliehen der Feier von Beginn an einen festlichen und zugleich beeindruckenden Rahmen. Der herausragende musikalische Beitrag wurde mit großem Applaus belohnt. Der emotionale Höhepunkt der Feier war anschließend die Übergabe der Reifezeugnisse. Mit einer Rose und den besten Wünschen überreichte Schulleiter Harald Pinzner den Absolventinnen und Absolventen ihre Zeugnisse – ein Augenblick voller Freude und sichtbarer Rührung. Direkt im Anschluss sorgten Schülerinnen und Schüler der P13 des Oberstufenchors mit dem Song „Stay“ für einen echten Gänsehautmoment. Der gefühlvolle Vortrag, dessen Titel sinnbildlich den Wunsch ausdrückt, bei seinen Freunden und dem Vertrauten zu bleiben, wurde vom Publikum mit langem Applaus bedacht. Ehrungen für besondere Leistungen Im Rahmen der Feier wurden außerdem zahlreiche Schülerinnen und Schüler für ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet. Die Goldene Ehrennadel des Bayerischen Altphilologenverbandes erhielten Emre Kurt und Mattis Merkel. Mit dem Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker wurden Emma Hässler, Emre Kurt und Kerem Kurt ausgezeichnet. Den Abiturpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft erhielten David Barabas, Lukas Büttner, Marc Eichberger, Sebastian Fernández Zeidler, Hanna Gärtner, Tobias Reuter, Tim Schindler und Alexandra Wieser. Der Abiturpreis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung ging an Lukas Büttner. Finn Yabroudi wurde mit dem Schulförderpreis der Sparkasse Mittelfranken-Süd ausgezeichnet und Melissa Müller erhielt den Förderpreis der Freunde des Adam-Kraft-Gymnasiums e. V. . Ein würdiger Abschied Nach der offiziellen Feier bot der gemeinsame Sektempfang Gelegenheit, noch einmal Erinnerungen auszutauschen und gemeinsam auf das bestandene Abitur sowie den Beginn eines neuen Lebensabschnitts anzustoßen. Beim anschließenden Abiball wurde dieser besondere Tag ausgelassen gefeiert. Dabei sorgte Leya Zollner mit ihrer gefühlvollen Interpretation von Adeles „When We Were Young“, souverän am Klavier begleitet von Hanna Gärtner, für einen bewegenden musikalischen Ausklang. Der lang anhaltende Applaus zeigte, wie sehr dieser Moment das Publikum berührte. Mit dem Abitur endet für die 60 jungen Menschen ein wichtiger Lebensabschnitt. Gleichzeitig beginnt ein neues Kapitel voller Möglichkeiten und Chancen. Die gesamte Schulfamilie des Adam-Kraft-Gymnasiums gratuliert herzlich und wünscht allen Absolventinnen und Absolventen Mut, Zuversicht und viele gute Erfahrungen auf ihrem weiteren Weg. Text: I. Bentivoglio Fotos: M. Wawrzynek