Adam-Kraft-Gymnasium zum fünften Mal als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet

Ehrung in München – MINT-Tage des AKG gewürdigt München/Schwabach – Großer Erfolg für das Adam-Kraft-Gymnasium: Zum bereits fünften Mal ist die Schule als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet worden. In den Münchner Räumen von Google Germany nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft – darunter Bayerns Staatsminister für Digitales, Dr. Fabian Mehring, sowie Dr. Wolfgang Mutter vom Bayerischen Kultusministerium – die Ehrungen vor. Die wiederholte Auszeichnung gilt als besonderes Qualitätssiegel für Schulen, die ihre Schülerinnen und Schüler in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in außergewöhnlichem Maße fördern. Die Zertifikate sind jeweils drei Jahre gültig und werden von der Kultusministerkonferenz empfohlen. Sie gelten bundesweit als Orientierungspunkt für gelungene Schulentwicklung in naturwissenschaftlicher Bildung. Herausragende MINT-Tage am AKG Besonders hervorzuheben sind die MINT-Tage des Adam-Kraft-Gymnasiums, die seit Jahren als Aushängeschild der Schule gelten. Zwei ganze Projekttage stehen vollständig im Zeichen der Naturwissenschaften und Technik – mit einem Programm, das seinesgleichen sucht. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen haben die Möglichkeit, an wissenschaftlichen Vorträgen renommierter Forscherinnen und Forscher teilzunehmen. Exkursionen zu verschiedenen Hochschulen wie der TH Nürnberg und der Hochschule Ansbach mit Laborführungen und Workshops sowie Praktika und Wissenschaftsvorträge direkt an der Schule bieten authentische Einblicke in moderne Forschung und technische Berufsfelder. Langjährige Partner sind dabei die Friedrich-Alexander-Universität, die Maschinenfabrik Niehoff, die Datev sowie die Stadtwerke Schwabach. Diese enge Verzahnung von schulischem Lernen und wissenschaftlicher Praxis überzeugte auch die Jury: Das AKG zeige, „wie Schülerinnen und Schüler frühzeitig an das kritische Denken, Forschen und Entwickeln herangeführt werden“. Hohe Anerkennung aus Politik und Wirtschaft Digitalminister Dr. Fabian Mehring betonte in seiner Ansprache die Bedeutung der ausgezeichneten Schulen für die Zukunft Bayerns: Moderne Bildung sei Voraussetzung dafür, dass junge Menschen zukünftige Technologien selbstbewusst und kreativ nutzen könnten. Auch Vertreter der bayerischen Wirtschaft würdigten das Engagement der Schulen – insbesondere ihre Rolle bei der Fachkräftegewinnung im technischen Bereich. Dr. Christof Prechtl von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) hob hervor, wie wichtig frühe Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften sei: „MINT-freundliche Schulen tragen erheblich dazu bei, junge Talente auf die Arbeitswelt von morgen vorzubereiten.“ Impulsgeber für Bayerns digitale Zukunft Mit der fünften Auszeichnung bestätigt das Adam-Kraft-Gymnasium erneut sein langfristiges Engagement für eine zeitgemäße, wissenschaftsnahe Bildung. Die Schule erfüllt nicht nur die hohen Kriterien der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“, sondern zeigt durch Projekte wie die MINT-Tage eindrucksvoll, wie lebendig und inspirierend MINT-Unterricht sein kann. Für die Schulgemeinschaft ist die erneute Ehrung zugleich Anerkennung und Ansporn, die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen – und weiterhin junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Text: Dr. Ute Halbig Quelle des Fotos (c) Fabian Vogl
Einblicke in die Welt der Rohstoffe – Das Geozentrum Nordbayern zu Gast am AKG

Am 25. November 2025 hatten die Schülerinnen und Schüler des Leistungsfachs Geographie die besondere Gelegenheit, zwei Doktoranden der Friedrich-Alexander-Universität zu begrüßen. Patrick Hehn, ein ehemaliger Schüler des Adam-Kraft-Gymnasiums, und seine Kollegin Esther Hars stellten ihre aktuellen Forschungsbereiche vor und erklärten anschaulich die Grundlagen rund um Rohstoffe: von der Definition zu Ressourcen, Reserven und weiteren fachlichen Voraussetzungen bis hin zu möglichen Zukunftsszenarien. Besonders betont wurde dabei die wachsende Bedeutung von Rohstoffen im Zuge der Energiewende und des Ausbaus erneuerbarer Energien. Materialien wie Lithium, Cobalt oder Seltene Erden sind entscheidend für Batterien, Windkraftanlagen und andere Technologien, die unsere Energieversorgung nachhaltig gestalten sollen. Nach der kurzen Einführung arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen intensiv an den Inhalten zu den Rohstoffen Kupfer, Seltene Erden, Cobalt und Lithium. Sie untersuchten, woher diese Rohstoffe kommen, wofür sie gebraucht werden und wie sich ihre Nachfrage in den kommenden Jahren entwickeln könnte, vor allem auch mit besonderem Blick auf den steigenden Bedarf durch erneuerbare Energien. Außerdem setzten sich die Gruppen mit der Frage auseinander, wie Deutschland seinen Bedarf decken kann. Sie beleuchteten zudem auch die ökologischen und sozialen Folgen des Abbaus, die beispielsweise in der demokratischen Republik Kongo durch den Abbau von Cobalt, das in elektronischen Geräten wie Handys oder Laptops verbaut ist, verheerend sind. Kinderarbeit, unzureichende Schutzkleidung oder zu niedrige Bezahlung sind hier exemplarisch zu nennen. Im Anschluss wurden deshalb mögliche Wege zu einer nachhaltigeren Förderung diskutiert. Die Ergebnisse ihrer Recherchen präsentierten die Gruppen anschließend den Mitschülerinnen und Mitschülern, bevor alle gemeinsam in einem kleinen Kahoot-Quiz ihr Wissen testen konnten. Die Veranstaltung bot dem Kurs nicht nur wertvolle fachliche Einblicke, sondern machte auch deutlich, wie eng Rohstoffversorgung, technologische Entwicklung und nachhaltige Energiezukunft miteinander verbunden sind. Ein spannender Blick auf ein Thema, das angesichts der globalen Energiewende immer wichtiger wird. Text und Fotos: Franziska Winter
Geographiekurse auf Exkursion nach Windischeschenbach

Am 13.10.2025 besuchten die Geographiekurse der 12. Jahrgangsstufe Windischeschenbach, um die geologischen Besonderheiten der Region kennenzulernen. Auf einer Geländeführung mit Dr. Holzförster erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Landschaft und konnten die Entstehungsgeschichte anhand geologischer Karten nachvollziehen. Im Anschluss erhielten sie eine Führung im Bohrkernarchiv, das einen Einblick in die Unterschiede der Bohrkerne gab, die bei der Bohrung bis in eine Tiefe von 9101 m gefördert wurden. Im Lehr-Lern-Labor vertieften sie anschließend ihr Wissen zur Plattentektonik mithilfe von Modellen, die Bewegungen tektonischer Platten anschaulich darstellten. Der Kurs mit erhöhtem Anforderungsniveau übernachtete in der Jugendherberge Tannenlohe und nutzte die Umgebung für einen Spaziergang im Waldnaabtal, um die Wirkung von Erosion und Verwitterung direkt zu beobachten. Am zweiten Tag wurden im Labor Gesteine untersucht und die regionale Ausstellung besichtigt, die die Bedeutung der Gegend für die Geowissenschaften verdeutlichte. Mit vielen neuen Eindrücken und praxisnahen Erfahrungen kehrten die Schülerinnen und Schüler am Abend nach Schwabach zurück. Die Exkursion bot eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht und zeigte geographische Arbeitsweisen anschaulich auf. Franziska Winter
Projekttag „Lernort Rathaus“

In der fiktiven bayerischen Gemeinde Langenhausen hat der Gemeinderat eine konfliktgeladene Tagesordnung vor der Brust. Jüngst veröffentliche Forschungen einer benachbarten Universität haben schwere Vorwürfe gegen den Namensgeber der Bennigsenstraße, den Kolonialbeamten Rudolf von Bennigsen hervorgebracht. Während seiner Dienstzeit in der deutschen Kolonialverwaltung in Afrika soll er an Kriegsverbrechen gegen die einheimische Bevölkerung beteiligt gewesen sein. Der Gemeinderat muss nun entscheiden: Kann die Bennigsenstraße in Langenhausen noch ihren Namen behalten oder muss sie umbenannt werden? Vor diesem Problem standen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11b des Adam-Kraft-Gymnasiums während ihres Projekttags „Lernort Rathaus“, den sie im Gemeindezentrum von Rednitzhembach durchführten. „Wir als Schule freuen uns, dass die Gemeindeverwaltung – bis hin zum Bürgermeister – sofort von unserer Projektidee begeistert war“, sagt Politiklehrer Tobias Dollenmaier, der als Referent an der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit an der Ausarbeitung dieses Lernorts beteiligt war. Der Projekttag begann für die Schülerinnen und Schüler mit einer Begrüßung durch den Geschäftsleitenden Beamten Klaus Helmrich und dem Mitglied des Gemeinderats Jörg Deffner. Beide stellten den interessierten Elftklässlern die Arbeit einer Gemeindeverwaltung vor und gaben spannende Einblicke in die Welt der ehrenamtlichen Gemeinderatsmitglieder. Auch durch die geschickten Nachfragen kamen auf diese Weise erhellende Erkenntnisse über die Politik vor Ort zutage. So teilte der Erste Bürgermeister Jürgen Spahl mit, dass er erst im Süden des Landkreises Gasthäuser habe, in denen er mit seiner Frau privat essen gehen könne. „Man ist sonst immer ansprechbar“. Anders als bei Podiumsdiskussionen von Politikern schlüpften die Schüler selbst dann in die vorbereiteten Rollen von Gemeinderatsmitgliedern und begannen ihr Planspiel mit dem Titel „Wie umgehen mit der Vergangenheit?“ Über zwei Stunden hinweg diskutierten sie im Sitzungssaal des Gemeinderats und berieten über die Anträge der Fraktionen. Die „echten“ Gemeindevertreter lauschten über weite Strecken interessiert der Debatte ihrer Amtskollegen. Nach zwei Rats- und Fraktionssitzungen kam es zu den Schlussabstimmungen im Gemeinderat. Ergebnis: Die Bennigsenstraße in Langenhausen darf ihren Namen behalten, eine Erinnerungstafel soll durch eine AG der ortsansässigen Schule erarbeitet werden. Im abschließenden Debriefing glich Gemeinderatsmitglied Jörg Deffner die Beratungen der Jugendlichen mit denen in einem echten Gemeinderat ab. „Wir bedanken uns bei der Gemeinde Rednitzhembach, dass sie unseren handlungsorientierten Ansatz in der politischen Bildung so fabelhaft unterstützt hat und freuen uns schon auf die Wiederholung im kommenden Jahr“, schloss Politiklehrer Dollenmaier im Namen seiner Klasse die Veranstaltung. Text und Fotos: Tobias Dollenmaier
AKG-Austauschbesuch in Montpellier

21 Schülerinnen und Schüler des Adam-Kraft-Gymnasiums im Alter von 14 Jahren verbrachten in den letzten Septembertagen eine Woche in Montpellier an der französischen Mittelmeerküste. Die beiden Lehrerinnen Susanne Donath-Uhl und Stefanie Schreyer begleiteten die Jugendlichen bei ihrem attraktiven Programm. Nach der Ankunft mit dem TGV am Bahnhof Montpellier – St Roch und dem ersten Abend in den jeweiligen Gastfamilien begann der Austausch gleich mit einer deutsch-französischen Exkursion. Zusammen mit ihren französischen Austauschpartnern besuchte die Schwabacher Schülergruppe St.-Guilhem-le-Désert mit seiner berühmten Kirche aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, die zum Weltkulturerbe zählt und am Jakobsweg liegt. Nach einer Wanderung durch das Felsenlabyrinth des Cirque de Mourèze stärkten sich alle mit typisch französischen Crêpes und einem Picknick am Hérault unter dem Pont du Diable.Am nächsten Tag nahmen die Schwabacher Jugendlichen am Unterricht der Partnerschulen Collège Clémence Royer und Collège Camille Claudel teil und wurden dort herzlich empfangen. Am Nachmittag erkundeten sie die Stadt Montpellier mit dem Petit Train und in Kleingruppen.Die Austauschgruppe besichtigte außerdem die Arena und das antike Amphitheater von Arles, die Camargue mit St.-Maries-de-la-Mer sowie die Hafenstadt Sète. Neben dem Knüpfen und Vertiefen persönlicher Kontakte stand das „Eintauchen“ in die andere Kultur und Sprache im Vordergrund – endlich bot sich die Gelegenheit, die im Schulalltag erworbenen Sprachkenntnisse in der Realität anzuwenden. Im Verlauf von nur einer Woche verbesserten sich die sprachlichen Fähigkeiten spürbar: vom ersten Abend in der Familie bis zum Abschied konnten sich viele schon recht flüssig auf Französisch verständigen. Die Jugendlichen lernten zudem, unbekannte und teils komplexe Situationen selbstständig zu meistern, was ihr Selbstvertrauen und ihre Sprachkompetenz stärkte.Für die Schüler war es eine wundervolle Begegnung mit französischen Familien und ein motivierender Start ins neue Schuljahr. Sie gewöhnten sich schnell in ihre Gastfamilien, übernahmen deren Lebensweise und erlebten Familienfeste und Ausflüge am Wochenende. Seit 2023 gibt es zusätzlich eine Austauschmaßnahme mit Englisch als Lingua Franca, insbesondere für Lateiner, die im Frühling stattfinden wird. So können künftig noch mehr Kinder von den auch von der Stadt Schwabach und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk geförderten Austauschmaßnahmen profitieren. Alle Austauschpaare freuen sich schon auf das Wiedersehen beim Gegenbesuch im Frühling 2026 in Schwabach. Text: Stefanie Schreyer
Ein festlicher Start für unsere neuen Fünftklässler

Am 16. September 2025 öffnete das Adam-Kraft-Gymnasium seine Türen für einen ganz besonderen Moment: den ersten Schultag unserer neuen Fünftklässler. Mit einer feierlichen Begrüßung im Atrium hieß Schulleiter Harald Pinzner gemeinsam mit Unterstufenbetreuerin Dr. Ute Halbig die sechs neuen Klassen herzlich willkommen – ein Augenblick voller Vorfreude, Aufregung und Neugier. Nachdem die Kinder ihre neuen Klassenleiterinnen und Klassenleiter kennengelernt hatten, ging es in die Klassenzimmer. Dort bot sich gleich die Gelegenheit, erste Kontakte zu knüpfen, Freundschaften zu schließen und ein kleines Stückchen AKG-Alltag zu erleben. Währenddessen konnten die Eltern im liebevoll gestalteten Elterncafé bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch kommen – organisiert vom Elternbeirat, der damit eine herzliche Atmosphäre des Ankommens schuf. Ein besonderes Highlight bei der anschließenden Feier war die mehrsprachige Begrüßung durch die Tutoren aus der 10. Jahrgangsstufe. In vielen Sprachen, wie z.B. Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch und auch Latein, erklangen Willkommensworte, die die kulturelle Vielfalt und Weltoffenheit unserer Schule lebendig machten. Als Begleiter und Unterstützer helfen die Tutoren den neuen Fünftklässlern, sich im Schulalltag zurechtzufinden – sei es durch Rat und Tat oder bei gemeinsamen Aktionen wie Schulhausrallye, Halloween- oder Weihnachtsfeier und Schulhausübernachtung. Für strahlende Gesichter sorgte das fröhliche AKG-Quiz, das mit witzigen Fragen – zum Beispiel nach der Farbe der Lehrerzimmertür – nicht nur Wissen abfragte, sondern auch für Lacher sorgte. Ebenso begeisterten die Tutoren mit faszinierenden Chemie-Experimenten: Flüssigkeiten wechselten geheimnisvoll die Farbe, Chipsdosen explodierten spektakulär und Luftballons platzten lautstark. Ein lebendiger Vorgeschmack auf die naturwissenschaftliche Neugier, die am AKG großgeschrieben wird! Zum Abschluss nahm sich Schulleiter Harald Pinzner Zeit, um offene Fragen der Kinder zu beantworten – ein Signal, dass hier jeder mit seinen Anliegen ernst genommen wird. Die gesamte Schulfamilie des Adam-Kraft-Gymnasiums freut sich darauf, die neuen Fünftklässler auf ihrem Weg zu begleiten. Wir wünschen allen einen erfolgreichen Start, viele spannende Entdeckungen und vor allem eine unvergessliche Schulzeit am AKG! Dr. U. Halbig
Musikalischer Sommerstrauß begeisterte Markgrafensaal

Das Adam-Kraft-Gymnasium bot in seinem Sommerkonzert ein anspruchsvolles Programm Schon während des fulminanten Konzertbeginns durch die Big Band blitzten „verzauberte Momente“, die in Elton Johns „Can You Feel The Love Tonight“ besungen werden, in die Ohren des Publikums. Viele weitere sollten es im diesjährigen Sommerkonzert des Adam-Kraft-Gymnasiums noch werden. Neben diesen Momenten, die Johanna Lißner mit so zart-schmelzender Stimme besang, dass ihre Stimme mit den Bläserklängen zu Elton Johns Lied ineinanderfloss, zeigte sich die Big Band unter der Leitung von Martin Tonn mit „Come on Over Bayba“ und „Más Que Nada“ in herausragender Spiellaune. Allein die Instrumentensoli der Band setzten Glanzpunkte musikalischen Könnens und legten die Messlatte für die kommenden Interpreten sehr hoch. Die beiden Schülerinnen Anne Krisch und Johanna Seibold beruhigten mit Gabriel Faurés „Dolly Suite“ die angeheizte Stimmung und erzeugten mit ihrem vierhändigen Pianostück eine Mischung aus vertrauter Melancholie und spielerisch perfekt intonierter Aufbruchstimmung. Auch das Instrumentalensemble, in das sich seine Leiterin Gudrun Schöttner perfekt einreihte, konnte die Zuhörerschaft mit dem orientalisch inspirierenden „Arab“ und „Hand in Hand“ begeistern. Das äußerst feinfühlig aufeinander hörende Team, das mit seinen Cajons impulsive Rhythmen in den Saal warf, steigerte sich zusehends und beeindruckte das Publikum durch eine professionelle Vorführung dieser eher ungewöhnlichen Klangeinlage zutiefst, das mit großem Beifall dankte. Der nicht anwesende Star des Abends war die britische Sängerin Adele Adkins, – bereicherten doch drei ihrer Songs das Konzert durch unterschiedliche Art und Weise der Interpretation. Den Anfang machte der bezaubernde Unterstufenchor mit „Set Fire To The Rain“, das mit einem Solo von der Sechstklässlerin Viktoria Wanner begann und den ersten echten Gänsehautmoment des Abends evozierte. Eine solch erwachsene Stimme unter den vielen Unterstufensängerinnen und -sängern war eine echte Überraschung. Den Abba-Klassiker „Mamma Mia“ präsentierte daraufhin der Chor mit Begeisterung und choreografisch wunderbarer gestischer Untermalung und versprühte damit wie auch mit „Yellow Submarine“ der Beatles – inklusive einer witzigen Kazoo-Einlage – eine unbefangene Sanges- und Lebensfreude, die ansteckend wirkte und zu tosendem Applaus führte. Als starken Kontrapunkt dramatisierte Mara Meier am Flügel „Ashes on The Fire“ von Kohta Yamamoto. Die beklemmende Reise in ein Niemandsland bespielte die Pianistin mit ausdrucksstark gesetzten Akzenten, ließ sie energisch im Hier und Jetzt enden und befreite die bewundernd lauschenden Zuschauer wieder von den eindringlichen Akkorden. Wie die Schüler so die Lehrer – das beweist das AKG alljährlich mit seinem Lehrerchor, den Ingrid Bentivoglio – wie auch den Unterstufenchor – mit bewundernswerter Verve leitet. Die Pädagogen schlüpften in die Rolle von Mietern, die aus Udo Jürgens „ehrenwertem Haus“ ausziehen sollten. Das taten sie mit Witz und brillant mehrstimmigem Vortrag, so dass sicherlich viele der Anwesenden das Paar aufgenommen hätten. Auch Herbert Grönemeyers ungeduldig-genervtes und zugleich anspruchsvolles „Mambo“ forderte die Lehrkräfte zu sängerischen Höchstleistungen heraus, die sie locker und angenehm luftig bewältigten. Der Saal spendete jubelnden Applaus. Die zweite Hälfte des musikalischen Sommerstraußes eröffnete nach der Pause das Schulorchester. Es stieß das mit eingängigen Melodien vorgetragene Medley „Der Zauberer von Oz“ einige Wiedererkennungseffekte an, vor allem „Over The Rainbow“ rief den zweiten Gänsehautmoment hervor und ließ den einen oder anderen Zuschauer aus dem Markgrafensaal hinausschweben – gedanklich natürlich. Passend zu einem Sommerkonzert führten die jungen Musikerinnen und Musiker unter dem engagierten Dirigat von Karin Beer mit „In a Persian Market“ von A. W. Ketèlbey eine orientalische Geschäftigkeit vor, ließen Klarinetten die Saalgäste über der Szenerie schweben und trugen sanft durch einen Basar einer für uns fremdländisch imaginierten Welt. Als Abschluss wurden musikalisch die Drachen gezähmt („How to train your Dragon“ von John Powell), was der Komponist für den gleichnamigen Film mit starken musikalischen Leitmotiven wiedergab, so dass jeder beim Zuhören über seinen eigenen Drachen mal selbstbewusst, mal donnernd und dann auch wieder romantisch und humorvoll die Oberhand gewinnen konnte. Mit dem sich anschließenden „Love in the dark“ (Adele Atkins) griffen Saskia Gilch am Piano und Leya Zollner als Sängerin tief in die Gefühlsklaviatur und verzauberten als Gesangsduo den Saal, indem sie um ihre Liebe ringen, die aber eindeutig endlich ist – umrahmt von äußerst gelungenem Tastenspiel. Während des zweiten Auftritts des Instrumentalensembles gelang es mit Piano, Cajon, Schlagzeug, Triangel und Trompete mit „The Path of the Wind“ von Joe Hisaishi in jazzigen, fein nuancierten Einsätzen einen Sog zu erzeugen, der von feinem Wehen zu einer starken Brise anschwoll, aber nie aufdringlich wurde. Auch die Improvisationsstudie „Gelting“ verwob die Instrumente zart miteinander, und jedes für sich eiferte um die Ohrengunst des Publikums, das das Ensemble mit großem Applaus belohnte. Ebenso gefeiert wurde Franz Liszts „Liebestraum Nr. 3“, den Alexander Kaufmann kongenial in stufenloser Verklärung der Liebe und voller Intensität auf der Bühne erklingen ließ, so dass eine atemlose Stille herrschte, bis der Verlust der Liebe, das Zerwürfnis der Liebenden erreicht war. Nach dieser interpretatorischen und künstlerischen Höchstleistung versammelte sich der Mittel- und Oberstufenchor unter der Leitung von Ingrid Bentivoglio auf der Bühne, um mit drei Liedern das Publikum auf die Seite von sommerlicher Lebensfreude und Dankbarkeit für das Leben zu ziehen: Adele Atkins „Skyfall“ zeichnete sich durch dynamische Crescendi und Decrescendi aus, die für die Kraft des Durchhaltens in einer schwierigen Beziehung stehen. Letzteres wird auch in „Stitches“ von Teddy Geiger thematisiert, die Sehnsucht nach Nähe wird melodiös und intensiv zugleich vom Chor besungen. In „Counting Stars“ von Ryan Tedder zweifelt das lyrische Ich an sich, hadert mit vielem und weiß doch, dass alles, was angeblich schadet, auch am Leben halten kann. Gegen diese angedeutete Verzweiflung sangen die jugendlich-erwachsenen Stimmen leidenschaftlich an und gaben das Aufbegehren an die Zuhörenden weiter, die sich davon sehr bewegt zeigten. Passend dazu schloss sich der Dank des Schulleiters Harald Pinzner und des Elternbeirats an, die sich über die musikalische Darbietung höchst begeistert zeigten und den Musizierenden, allen voran der Musikfachschaft und ihrer Fachschaftsleiterin Ingrid Bentivoglio, ihre große Anerkennung aussprachen. Diese zuvor besungene jugendliche Unsicherheit gepaart mit Trotz rundete der Gesamtchor mit Konstantin Weckers „Was keiner wagt“ ab, das zu Wachsamkeit und kritischem Widerstand aufruft, wenn manches zu offensichtlich falsch erscheint, in diesen Zeiten wichtiger denn je: „Wo alles dunkel ist, macht Licht“ – dieses Konzert hat sommerliche Helligkeit in die Herzen
Respekt, Verantwortung, Gemeinschaft – Fünftklässler erleben Werte am Adam-Kraft-Gymnasium

In den vergangenen Wochen wurde es lebendig im neuen Mehrzwecksaal des Gymnasiums: Fünf fünfte Klassen nahmen nacheinander an einem besonderen Werte-Projekt teil, das von Semih Durak, dem neu ernannten Wertebotschafter unserer Schule, gemeinsam mit seinem engagierten Team konzipiert und durchgeführt wurde. Unterstützt wurde er dabei von Clara Beutl, Johanna Boldan, Eva Buder, Lara Eichberger, Thomas Qi und Manuel Reuter. Insgesamt nahmen rund 150 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt teil. Mit viel Einsatz und akribischer Vorbereitung gelang es dem siebenköpfigen Team, zentrale Begriffe der Schulcharta – Respekt, Verantwortung und Gemeinschaft – für die jüngsten Mitglieder der Schulgemeinschaft greifbar zu machen. Nach einem kurzen theoretischen Einstieg zur Frage „Was sind Werte eigentlich?“ ging es für die Fünftklässler in Kleingruppen weiter: Jede Gruppe widmete sich einem der drei Werte und bearbeitete diesen spielerisch, kreativ und im Austausch miteinander. Ein besonderer Höhepunkt war die kreative Phase: Hier durften die Gruppen kleine Theaterszenen entwickeln und einstudieren, die „ihren“ Wert alltagsnah und anschaulich darstellten. Ob respektvoller Umgang auf dem Pausenhof oder Verantwortungsbewusstsein im Klassenzimmer – die kurzen Stücke zeigten eindrucksvoll, wie lebendig Werte gelebt werden können. „Es hat richtig Spaß gemacht!“, war von vielen Fünftklässlern am Ende der Doppelstunde zu hören – und auch die Lehrkräfte zeigten sich beeindruckt: Sie lobten nicht nur die Begeisterung der Kinder, sondern auch die kompetente Umsetzung und Vorbereitung durch das Schülerteam. Dass Werte wie Respekt, Verantwortung und Gemeinschaft die Basis für ein gutes Miteinander bilden, wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf spielerische und nachhaltige Weise vermittelt. Damit ist klar: Dieses Projekt war nur der Anfang. Weitere Aktionen zur Wertebildung an unserer Schule sind bereits in Planung – und die Vorfreude darauf ist groß. Text / Fotos: I. Bentivoglio
Lukas Büttner gewinnt einen 1. Preis beim Bundeswettbewerb Mathematik

Die Mathematik, die Welt der Zahlen und der Logik, fasziniert und begeistert Lukas schon immer. Knifflige Aufgaben und die Beschäftigung mit Inhalten, die weit über die Schulmathematik hinausgehen, bereiten ihm große Freude, ebenso die Teilnahme an Mathematikwettbewerben. Deshalb freut es das AKG ganz besonders, dass Lukas Büttner (P12) in der ersten Runde des Bundeswettbewerbs Mathematik 2025 einen herausragenden ersten Preis erzielt hat. Dafür wurde er von Schulleiter H. Pinzner und seinen Mathematiklehrkräften B. Horn und C. Wizinger geehrt. Der Bundeswettbewerb Mathematik ist ein anspruchsvoller Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe, die sich sehr für Mathematik interessieren. Er besteht aus zwei Hausaufgabenrunden und einem mathematischen Fachgespräch in der abschließenden dritten Runde. Neben mathematischem Wissen müssen die Teilnehmenden vor allem Motivation und Ausdauer mitbringen. Für die gestellten Aufgaben muss man selbst das passende mathematische Modell finden und alle Rechen- und Denkschritte logisch und lückenlos begründen. Oft benötigt man eine kluge Systematik und es ist gar nicht so einfach, wirklich alle Möglichkeiten zu überblicken und zum Beispiel nachzuweisen, dass es keine weiteren gibt. Obwohl in der ersten Runde die Teilnahme als Gruppe von maximal drei Schülern möglich ist, hat Lukas alle Aufgaben allein bearbeitet. Dies misst seinem Erfolg eine ganz besondere Bedeutung bei. Herzlichen Glückwunsch, Lukas! Wir sind stolz auf dich! Cathrin Wizinger
AKG goes KI

In der Woche vom 20.07.2025 bis zum 25.07.2025 war das KI-Lernlabor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zu Gast am Adam-Kraft-Gymnasium.Unter dem Motto „KIKi – Künstliche Intelligenz in der Kiste“ wurde über das hochaktuelle Thema „Künstliche Intelligenz“ informiert. Schülerinnen und Schüler sollten dabei Kompetenzen erwerben, die es ihnen ermöglichen, Künstliche Intelligenz zielgerichtet, gewinnbringend, aber auch kritisch reflektiert zu nutzen – und sowohl ihre Stärken als auch Schwächen zu erkennen und zu verstehen. Im Mittelpunkt standen das Experimentieren und aktive Mitmachen. Der spielerische Ansatz erleichterte den Zugang zu teilweise komplexen Inhalten und ermöglichte so allen einen motivierenden Einstieg in die Thematik. Von der Möglichkeit, sich von KI das eigene Aussehen verändern zu lassen, über ein Schachspiel mit einer lernenden KI bis hin zur Vorauswahl von Bewerberinnen und Bewerbern bei Vorstellungsgesprächen mithilfe künstlicher Intelligenz – die Kisten deckten ein breites Spektrum spannender Themen ab. Als Klimaschule war für uns natürlich auch der Einsatz von KI zur Entfernung von Müll aus den Weltmeeren ein besonders wichtiges Thema. Die Schülerinnen und Schüler der 10., 11. und 12. Jahrgangsstufe des AKG sowie der 11. Jahrgangsstufe des Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasiums zeigten sich begeistert von den Inhalten und deren ansprechender Vermittlung. Die zwei Schulstunden mit dem Lernlabor wurden vielfach als bereichernd – und nicht selten als zu kurz – wahrgenommen. Das AKG bedankt sich herzlich bei den Organisatorinnen und Organisatoren des Lernlabors für die Möglichkeit, eine Woche lang Künstliche Intelligenz in all ihren Facetten an der Schule erleben und verstehen zu können. Wer sich für das Lernlabor interessiert und gerne mehr erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Website: https://www.kiki-labor.fau.de. Text: Jörg Hässler Foto: AKG