Herzlich willkommen am Adam-Kraft-Gymnasium

Erfolg beim Planspiel Börse: AKG-Team erreicht dritten Platz im Nachhaltigkeitsranking

Auch in diesem Schuljahr stieß der Wahlkurs „Planspiel Börse“ am Adam-Kraft-Gymnasium wieder auf großes Interesse. Mit beeindruckenden 33 Depotanmeldungen war das AKG bei der diesjährigen Spielrunde vertreten und zeigte damit einmal mehr die große Begeisterung der Schülerinnen und Schüler für Wirtschaft und Börsengeschehen. Besonders erfolgreich war das Team „die Mäuse“ mit Lisa Hohendanner, Nina Mertens, Antonia Brugger und Isabel Schineller. Die vier Schülerinnen erreichten beim Börsenspiel der Sparkassen einen hervorragenden dritten Platz im Nachhaltigkeitsranking und konnten sich damit gegen zahlreiche andere Teams behaupten. Die Ehrung der erfolgreichen Gruppe erfolgte durch Herrn Günther, Vermögensberater der Hauptgeschäftsstelle Schwabach der Sparkasse Mittelfranken-Süd, der den Schülerinnen persönlich zu ihrer starken Leistung gratulierte. Die 43. Spielrunde des Planspiels verzeichnete bundesweit einen neuen Rekord: Knapp 130.000 Teilnehmende tätigten rund 1,59 Millionen virtuelle Orders und erzielten damit einen Gesamtumsatz von etwa 5,5 Milliarden Euro – ein Handelsaufkommen, das dem einer ganzen Sparkasse entspricht. Die Spielrunde war geprägt von turbulenten Entwicklungen an den internationalen Aktienmärkten. Einfluss nahmen unter anderem die US-Zoll- und Handelspolitik, während gleichzeitig die Inflation in der Eurozone eingedämmt werden konnte und die Zinsen leicht sanken. Trotz eher verhaltener Wachstumserwartungen in Deutschland sorgten weltweit steigende Verteidigungsausgaben sowie die rasante Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz für deutliche Impulse an den Börsen. Dies führte zum Jahresende sogar zu einem Rekordzuwachs beim DAX. Zu den beliebtesten und erfolgreichsten Aktien im Spiel gehörten, wie schon in den vergangenen Jahren, Unternehmen wie Rheinmetall, NVIDIA, Amazon, AMD und Tesla. Das AKG bedankt sich für die Unterstützung durch die Sparkasse Schwabach und gratuliert dem Team „die Mäuse“ herzlich zu diesem großartigen Erfolg. Text: M. Vavvas Foto: AKG

Mathematik-Olympiade

Gerade für die guten Schüler stellt der Wettbewerb eine hervorragende Möglichkeit dar, ihr Können unter Beweis zu stellen. Während beim Känguru- sowie beim Sudoku-Wettbewerb eher das Knobeln bei Logik-Aufgaben und das Ausschließen falscher Möglichkeiten, beim Landeswettbewerb eher formale mathematische Aufgaben im Mittelpunkt stehen, ist die Mathematik-Olympiade eine Art Bindeglied aller Wettbewerbe mit motivierenden Aufgabenstellungen aus dem Alltag, deren Lösung man mathematisch sauber und vollständig begründen muss. Nach der erfolgreichen Premiere am AKG im Vorjahr gab es in diesem Jahr insgesamt 49 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Mathematik-Olympiade. Was für eine tolle Resonanz! Es war schön mitanzusehen, wie sich die Schüler bei der schulinternen Regionalrunde in 180 (5./6. Klasse) bzw. 240 Minuten (ab der 7. Klasse) mit der Mathematik beschäftigten und hinterher das Feedback gaben, dass die Aufgaben Spaß gemacht haben. Letztlich gab es dreimal einen 1. Preis (mindestens 90% der Punkte), fünfmal einen 2. Preis (ab 80%) und achtmal einen 3. Preis (ab 70%). Bei acht Schülern war die Leistung so gut, dass sie zur Landesrunde an die Uni Erlangen eingeladen wurden. In Erlangen stand an einem aufregenden Tag nach der Wettbewerbsklausur und einem Mittagsessen in der Uni-Mensa auch ein abwechslungsreiches Freizeitangebot am Mittag auf dem Programm. Bei der anschließenden Preisverleihung war die Aufregung groß. Und tatsächlich konnten Sofia Asanov, Moritz Böhm, Benjamin Tóth und Moritz Brödel auch hier einen Preis gewinnen. Herzlichen Glückwunsch! Die folgenden Bilder zeigen die Siegerehrung der Regionalrunde am AKG und die glücklichen Teilnehmer des AKG an der Landesrunde in Erlangen. Text und Fotos: Matthias Meier

„Step to Business“: Schüler erhalten Einblick in die Unternehmenspraxis

Wie entsteht eigentlich ein Unternehmen? Welche Rolle spielen Finanzierung, Marketing oder die Wahl des richtigen Standorts? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Schwabachs Schülerinnen und Schüler auch dieses Jahr wieder beim zweitägigen Gründerseminar „Step to Business“. Die Veranstaltung, initiiert vom Wirtschaftsreferat der Stadt Schwabach, richtete sich an die Schülerinnen und Schüler des Adam-Kraft-Gymnasiums sowie an das Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium, die FOS/BOS und die Berufsschule. Die zehnten Klassen der Gymnasien freuten sich besonders über diese willkommene Informationsquelle für die „Entwicklung eines Geschäftsmodells“ im Fach Wirtschaft und Recht. Für das Seminar wechselten die Jugendlichen zwischen den Schulen und dem SCHWUNG Gründerzentrum, besuchten verschiedene Workshops und kamen mit Expertinnen und Experten aus der Praxis ins Gespräch. Dabei nutzten sie die Gelegenheit, viele Fragen zu stellen, und entwickelten dabei selbst überraschend kreative und einfallsreiche Geschäftsideen für den Unterricht. Ziel der Veranstaltung war es, junge Menschen für die Themen Unternehmensgründung und -übernahme zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, welche Möglichkeiten sich auch direkt vor Ort in Schwabach bieten. Zum Auftakt gab die Löhr GmbH spannende Einblicke in die Praxis und stellte unter anderem ihre Unternehmensgeschichte als Hersteller von Präzisionsfedern vor. Anschließend vertieften die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen in Workshops am Adam-Kraft-Gymnasium, am Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium, an der Berufsschule sowie im SCHWUNG Gründerzentrum. Dort setzten sie sich mit Themen wie Businessplan, Standortentscheidungen, Rechtsformen und Finanzierung auseinander. Besonders großes Interesse weckte ein Selbstmanagement-Seminar, das wichtige persönliche Kompetenzen für unternehmerisches Handeln in den Mittelpunkt stellte. Für die Jugendlichen war „Step to Business“ eine spannende Erfahrung: Sie erhielten nicht nur Einblicke in die wirtschaftliche Praxis, sondern entdeckten auch, wie viele unternehmerische Möglichkeiten direkt in ihrer Heimatstadt bestehen. Unser Dank gilt nochmals den Referenten sowie den Initiatoren der Stadt Schwabach und des BdS Bayern: Max Löhr, Federn Löhr GmbH – Geschichte eines UnternehmensJule Brückner, VR-Bank – Finanzierung von UnternehmenGerhard Dorner, nasdo AG – Geschichte eines UnternehmersSandra Joachim, InlineKommunikation – Marketing enttarntSabine Haslauer, Lohn und Gehalt – Rechtsformen von UnternehmenTheresa Wetz, SCHWUNG – Standortmarketing, Standortwahl und Vorstellung SCHWUNGPeter Ziegler, Ziegler Solutions – Businessplan und StandortwahlFriederike Spörl-Springer – SelbstmanagementAndrea Rübeach, BdS BayernStefanie Rother und  Kim Westenhöfer, Wirtschaftsförderung Schwabach Text und Fotos: M. Vavvas

Starke Teamleistung: AKG-Handballerinnen sind Regionalmeisterinnen!

Am Dienstag traten die Handball-Mädchen der Altersklasse II des Adam-Kraft-Gymnasiums beim Bezirksfinale in Lauf an – und lieferten eine beeindruckende Vorstellung ab.Bereits im ersten Spiel legten die Schwabacherinnen einen Blitzstart hin. Die Gegnerinnen aus Oberasbach fanden zu keiner Zeit ins Spiel und wurden von der druckvollen Offensive regelrecht überrollt. Eine kompakte Abwehr und eine überragende Torhüterleistung bildeten das Fundament für einen ungefährdeten 16:3-Erfolg – ein Auftakt nach Maß.Nach kurzer Verschnaufpause wartete im zweiten Spiel mit dem Sigmund-Schuckert-Gymnasium aus Nürnberg ein deutlich stärkerer Gegner. Die Nürnbergerinnen hatten sich zuvor souverän durchgesetzt und machten von Beginn an klar, dass dieses Spiel eine ganz andere Herausforderung werden würde. Früh erspielten sie sich einen Zwei-Tore-Vorsprung, den sie bis kurz vor der Pause verteidigten. Beide Teams überzeugten mit intensiver Abwehrarbeit, sodass Tore hart erkämpft werden mussten. Dank starker Einzelaktionen gelang es den Schwabacherinnen jedoch, bis zum Halbzeitpfiff auf 6:6 auszugleichen.Nach dem Seitenwechsel knüpften die Spielerinnen aus Schwabach nahtlos an diese Leistung an. Angetrieben vom Ausgleich entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Mit klugem Kombinationsspiel im Angriff und einer geschlossenen Mannschaftsleistung in der Abwehr setzten sie die entscheidenden Akzente. In der Schlussphase fanden sie immer wieder Lösungen gegen die offensive Deckung der Nürnbergerinnen und erspielten sich klare Abschlusschancen. Am Ende belohnten sich die Schwabacherinnen mit einem verdienten 13:10-Sieg.Damit krönen sich die Handball-Mädchen des Adam-Kraft-Gymnasiums zu Regionalmeisterinnen und qualifizieren sich für das nordbayerische Finale in Oberfranken – ein großer Erfolg und ein starkes Ausrufezeichen! Text: Vincent Baumann Foto: AKG

Zukunft gestalten: Digitalisierung und Nachhaltigkeit in Schwabach

Im Rahmen der Wissenschaftswoche unter dem Leitthema „Zukunftsvisionen Schwabach“ und dem Unterthema „Wie kann Schwabach in Zeiten der Digitalisierung wirtschaftlich wachsen und dabei nachhaltig bleiben?“ aus dem Fach Wirtschaft hatten die Schülerinnen Sarah Birnstiel, Lilli Scheler, Hannah Schilhab und Elodie Slioz die Gelegenheit, ein spannendes Interview mit der Schwabacher Stadtkämmerin Stefanie Rother führen. Im Gespräch wurde deutlich, dass die Stadt das Ziel verfolgt, die digitale Entwicklung aktiv zu begleiten und strategisch weiterzudenken. Dabei geht es nicht nur um technische Neuerungen, sondern auch um langfristige Strukturen, die Unternehmen stärken und gleichzeitig ökologische Aspekte berücksichtigen. Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden dabei als zusammenhängende Themen verstanden, die gemeinsam mit allen Beteiligten gedacht und umgesetzt werden sollen. Ihre Vision für das Jahr 2040 formulierte Frau Rother klar: Sie sieht Schwabach als eine Stadt, in der wirtschaftliche Stärke und hohe Lebensqualität im Einklang stehen – attraktiv, zukunftsorientiert und jung.  Das Interview hat den Schülerinnen dabei nicht nur spannende Einblicke ermöglicht, sondern auch gezeigt, dass wirtschaftliches Wachstum und nachhaltige Entwicklung sich nicht ausschließen, wenn sie konsequent zusammengedacht werden. Text: Lilli, Hannah, Sarah, Elodie

Von der Klassen- zur Schulsiegerin: Erfolgreiche Teilnahme am Diercke WISSEN 2026

Herzlichen Glückwunsch an Samuel Rotaru, Lukas Foreta und Wilhelmina Kirilow! Sie sind jeweils die Sieger ihrer Klasse beim Diercke-Geographie-Wissenswettbewerb 2026. Auch in diesem Schuljahr nahmen die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe wieder am Wettbewerb teil, welcher bereits seit 26 Jahren veranstaltet wird. Nach der Ermittlung der Klassensieger traten sie gegeneinander an, um den Schulsieger zu bestimmen. Sie beantworteten dabei unter anderem Fragen zur Energieerzeugung und dem Energieverbrauch in Deutschland, benannten eine Stadt anhand des dargestellten Bahnnetzes, ordneten Städte nach ihrer Einwohnerzahl (Porto, Riga, Rotterdam, Sofia) und führten eine gedankliche Reise durch Europas Orte mit B (Balearen, Bergen, Birmingham, Bornholm, Bulgarien) durch, die sie anschließend auf der Karte verorteten. Wilhelmina Kirilow aus der Klasse 10c setzte sich gegen ihre Mitstreiter durch und sicherte sich dadurch den Titel der Schulsiegerin. Sie hat den Test auf der nächsten Stufe bereits absolviert, wodurch sie nun am Vergleich auf Landesebene teilnimmt. Mit viel Können und etwas Glück ist auch das Bundesfinale in Braunschweig möglich. Wilhelmina hat aber schon jetzt unter Beweis gestellt, dass sie umfassende geographische Kenntnisse besitzt, welche durch den Buchpreis „Die Macht der Geographie“ von Tim Marshall vor allem im Bereich der Geopolitik erweitert werden. Die komplett überarbeitete Neuausgabe geht auf aktuelle Entwicklungen ein, beispielsweise im Russland-Ukraine-Konflikt, in der Lage im Nahen Osten sowie bei den Machtbestrebungen in China, Asien, Afrika und Europa, und zeigt, welchen Einfluss die Geographie auf Regionen und auch Regierungen hat. Text: Franziska Winter Foto: AKG

Sudoku-Turnier mit beeindruckendem Finale

Am Freitag vor den Faschingsferien fand mit großer Beteiligung das alljährliche Sudoku-Turnier am Adam-Kraft-Gymnasium statt. Zunächst mussten sich alle Teilnehmenden durch eine Vorrunde für das Turnier qualifizieren. Diese bestand aus drei Sudoku-Varianten (Chaos Sudoku, Thermometer Sudoku und Search 9 Sudoku), die zuhause zu lösen waren. Da die Abgabe auch zu zweit möglich war, konnten „altbewährte“ Teams erneut durch gemeinsamen Knobeleifer überzeugen. Am Turnier selbst nahmen 74 Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen teil. Innerhalb von 60 Minuten sollten möglichst viele Punkte in insgesamt zwölf Rätseln gesammelt werden. Hier waren neben Standard-Sudokus auch viele trickreiche Varianten dabei. Unsere Siegerin Andreea Suprovici meisterte diese Aufgaben mit Bravour: Andreea gab nicht nur elf Minuten vor Ablauf der Arbeitszeit ab, sie löste auch alle Sudokus fehlerfrei! Damit sicherte sie sich absolut verdient den diesjährigen Turniersieg und qualifizierte sich außerdem für die Deutsche Jugend-Sudoku-Meisterschaft in Paderborn, die vom Verein „Logic Masters“ ausgerichtet wird. In der Oberstufe gingen die ersten drei Plätze an Anne Krisch (190 Punkte), Julia Wehl (185 Punkte) und Natalia Ceglarska (155 Punkte). In der Mittelstufe siegten Andreea Suprovici (230 Punkte), Benjamin Fascella (190 Punkte) und Malte Kroll (165 Punkte). Als beste Knobler der Unterstufe konnten schließlich unsere Siebtklässler Marius Eckhardt (135 Punkte) sowie Anja Reuter und Svenja Kauppert (beide 130 Punkte) geehrt werden. Schulleiter Harald Pinzner zeigte sich von so viel Knobeleifer beeindruckt und übergab die Urkunden und Preise. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und Organisation des Turniers bei den Fachschaftsleitern Cathrin Wizinger und Matthias Meier sowie bei Friedhelm Fricke, dem Vorstandsmitglied des Vereins „Logic  Masters“. Die Fachschaft Mathematik gratuliert allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern zu ihren Leistungen und bedankt sich für das große Interesse am diesjährigen Sudoku-Turnier. Text: Cathrin Wizinger Fotos: AKG

Englisch-Lesewettbewerb an der FAU

Im letzten Herbst gewann ich den schulinternen Englisch-Lesewettbewerb und durfte am 25. Februar 2026 im altehrwürdigen Kollegienhaus der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen am Bezirkswettbewerb teilnehmen. Dort trat ich gegen 32 Schülerinnen und Schüler anderer mittelfränkischer Gymnasien an – das war richtig aufregend! Zuerst mussten wir einen unbekannten Text vorlesen, und zwar vor einer Jury aus Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftlern des Instituts für Anglistik und Amerikanistik, Mitarbeitern des Fremdsprachenzentrums und des Lehrstuhls für Fremdsprachendidaktik der FAU. Danach trugen wir unsere vorbereiteten Texte vor, wobei auch andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer und deren Familien zuhören durften. Nach der Vorrunde gab es ein kleines Buffet, anschließend wurden die sechs besten Vortragenden von Organisator Dr. Schech bekannt gegeben. Als mein Name fiel, konnte ich es kaum glauben: Ich war dabei! Doch nach der großen Freude wurde ich schnell wieder nervös – den anderen ging es bestimmt ähnlich. In der letzten Runde lasen wir erneut einen unbekannten Text im großen Hörsaal vor Publikum und Jury. Die Konkurrenz war sehr stark und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen ihre Texte beeindruckend gut vor. Kurz darauf wurden die drei besten Platzierungen bekannt gegeben: Ich hatte für das AKG den 3. Platz erreicht! Neben einer Urkunde und Lektüren erhielt ich ein Preisgeld. Auch unsere Schulbibliothek bekam aufgrund meiner Platzierung ein Preisgeld, was ich richtig cool fand. Ich war unglaublich stolz und glücklich – fast so, als hätte ich den Lotto-Jackpot gewonnen! Zum Schluss möchte ich mich herzlich bedanken – bei meiner Mutter sowie bei meinen Lehrerinnen Frau Leickert und Frau Mathes, die mich unterstützt und begleitet haben. Ohne ihre Hilfe, Motivation und ihr Vertrauen hätte ich das nicht geschafft. Der Wettbewerb war für mich ein ganz besonderes Erlebnis, das ich nicht so schnell vergessen werde. Und wer weiß? Vielleicht stehe ich ja bald wieder auf einer Bühne – dann hoffentlich mit weniger Herzklopfen. Text: Fran Tomasevic, 7d Foto: Gabriela Tomasevic

„Mehr als eine Puppe“ – ein bewegender Theaterabend zwischen Glitzerwelt und Wirklichkeit

Das Mittel- und Oberstufentheater des Adam-Kraft-Gymnasiums beeindruckt mit einer selbst geschriebenen Collage über Geschlechterrollen, gesellschaftliche Zwänge und die Freiheit, man selbst zu sein. Alles ist glänzend. Alles ist geschniegelt. Alles scheint perfekt. Hohe Schuhe, strahlendes Lächeln, makellose Körper, klare Rollen. Die Welt von Barbie und Ken kennt keine Zweifel – zumindest nicht auf den ersten Blick. Doch was geschieht, wenn genau diese Oberfläche Risse bekommt? Wenn Glitzerfassaden bröckeln und hohe Absätze schmerzen? Wenn eine scheinbar heile Puppenwelt plötzlich zur unbequemen Wirklichkeit wird? Mit ihrer diesjährigen Produktion „Mehr als eine Puppe – a Barbie and Ken Story“, frei nach Greta Gerwigs „Barbie“, brachte das Mittel- und Oberstufentheater des Adam-Kraft-Gymnasiums einen unterhaltsamen und hochaktuellen Theaterabend auf die Bühne. Unter der Leitung von Dr. Johannes Möhler entwickelte das 21-köpfige Ensemble ein Stück, das unterhält, entlarvt und verstört – in greller Überzeichnung, dann wieder bitterkomisch, manchmal überraschend still. Drei Abende lang war das Blaue Theater restlos ausverkauft. Wer dort saß, erlebte eine Auseinandersetzung mit einer Gegenwart, die uns alle betrifft. Schon der Ausgangspunkt des Stücks ist klug gewählt: Barbie, die wohl berühmteste Puppe der Welt – Symbol für Schönheit, Erfolg, Weiblichkeit und Perfektion – steht für all die Bilder, die über Jahrzehnte hinweg in Köpfe eingebrannt wurden. Die Schülerinnen und Schüler nehmen diese Figur ernst, indem sie sie nicht ehrfürchtig behandeln. Sie spielen mit ihr, überzeichnen und zerlegen sie. Und sie führen sie hinaus aus ihrer künstlich perfekten Puppenwelt – hinein in eine Realität, die weder makellos noch gerecht ist. Was dann folgt, ist eine Collage aus Szenen, Zuspitzungen und Kontrasten. Es entstehen Bilder, die verstören und nachwirken, aber das Publikum auch immer wieder zum Lachen bringen. Oftmals kippt der Tonfall: Komik schlägt in Beklemmung um, wenn eine scheinbar absurde Szene sich als erschreckend nah an der Wirklichkeit entpuppt.  Diese Reibung macht den Abend wirkungsvoll: Das Lachen bleibt einem oft im Hals stecken, weil die Pointe auf etwas verweist, das erschreckend vertraut ist. Dass die zahlreichen sexistischen Sprüche, machohaften Posen und entlarvenden Aussagen auf der Bühne nicht frei erfunden sind, sondern aus sozialen Medien stammen, verleiht dem Abend besondere Wucht.  Dadurch wird deutlich, wie wenig manche Zumutungen tatsächlich überzeichnet sind. Die Bühne spiegelt hier keine ferne Karikatur – sie hält dem Alltag einen Spiegel vor. In ihrer Inszenierung, die die Schülerinnen und Schüler selbst geschrieben haben, entwerfen sie ein Panorama gesellschaftlicher Rollenerwartungen.  Frauen sollen stark sein, aber nicht zu dominant. Erfolgreich, aber nicht einschüchternd. Attraktiv, aber bitte nicht „zu viel“. Fürsorglich, belastbar, souverän – am besten alles gleichzeitig. Männer wiederum sollen durchsetzungsfähig sein, cool, klug, stark. Schwäche? Verletzlichkeit? Ein Ausbruch aus der Rolle? Undenkbar. Dabei gelingt der Inszenierung das Kunststück, nicht in einfache Gegensätze zu verfallen.  Das Stück zeigt, dass starre Rollenzuschreibungen alle einengen – wenn auch auf unterschiedliche Weise. Die Form der Collage verlangt dem Ensemble viel ab: schnelle Szenenwechsel, wechselnde Rollen, choreografierte Gruppenbilder, abrupte Stimmungswechsel zwischen Satire und Ernst. Die Schülerinnen und Schüler meistern diese Herausforderung mit beachtlicher Souveränität. Die Inszenierung lebt von spürbarer Spielfreude, präziser Körpersprache und sichtbarer Bühnenpräsenz. Weil das Stück keinen klassischen Handlungsbogen verfolgt, kommt es auf Rhythmus und Timing an.  Hier zeigt sich die Qualität der Arbeit. Die Szenen greifen ineinander, kontrastieren sich, kommentieren einander. Das Ensemble hält die Spannung über den gesamten Abend hinweg. Ein dramaturgischer Sog entsteht: vom grellen Schein zur unbequemen Wahrheit. Auch technisch ist die Aufführung stimmig umgesetzt. Zwei Schüler sorgen mit zeitlich präziser Steuerung von Licht und Ton dafür, dass die zahlreichen Brüche und Übergänge klar markiert werden und jede Szene ihre eigene Atmosphäre erhält.  Bei einer Inszenierung, die von Kontrasten lebt, ist diese technische Genauigkeit unverzichtbar – und sie gelingt eindrucksvoll. Dadurch, dass die Schülerinnen und Schüler den Text selbst entwickelt haben, gewinnt die Aufführung zusätzliche Authentizität. Hier wird kein fertiges Stück lediglich nachgespielt; vielmehr setzen sich junge Menschen mit Themen auseinander, die ihre Lebenswelt unmittelbar berühren – mit Schönheitsidealen, sprachlicher Herabsetzung, Leistungsdruck, Unsicherheit, Machtgefällen und dem Wunsch, sich den Zuschreibungen nicht länger beugen zu müssen. Dass dies mit Mut zur Zuspitzung und inhaltlicher Reife gelingt, beeindruckt. Doch das Publikum wird nicht deprimiert aus dem Theater entlassen, denn das Stück endet bei aller Schärfe nicht in Hoffnungslosigkeit. Es bleibt nicht bei der Diagnose gesellschaftlicher Zwänge stehen; es öffnet einen Raum für Vielfalt und Selbstbestimmung. Unterschiedliche Lebensentwürfe dürfen nebeneinander bestehen: Mutter sein oder keine Kinder wollen. Karriere machen oder Hausfrau sein. Stark sein oder verletzlich. Führen oder zweifeln. Leben, ohne sich in eine Rolle pressen zu lassen. Die Botschaft ist klar: Gleichberechtigung nimmt niemandem etwas weg. Sie gibt allen etwas zurück: Freiheit. Die Möglichkeit, jenseits von Erwartungen man selbst zu sein. Deshalb ist „Mehr als eine Puppe“ weit mehr als eine launige Schulaufführung. Es ist ein mutiger und erstaunlich reifer Theaterabend, der sein Publikum nicht nur unterhält, sondern zum Weiterdenken anregt. Der große Applaus an allen drei ausverkauften Abenden war verdient. Beeindruckend war auch, was danach geschah: Intensive Gespräche im Foyer, Diskussionen über Geschlechterrollen, über Sprache, über Bilder und Erfahrungen. Text: Ingrid Bentivoglio Fotos: Dr. Johannes Möhler

Wachhalten der Erinnerung – Exkursion der 9. Jahrgangsstufe nach Flossenbürg

Am 3. Februar 2026 besuchten alle fünf 9. Klassen mit Herrn Baumann und Herrn Lessing sowie den Geschichtsreferendaren die KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg. Im Vorfeld hatten wir schon viel über die NS-Ideologie, die Entrechtung der Juden und Verfolgung politischer Gegner und auch über das Leiden in den Konzentrationslagern gehört. Doch ungleich eindrücklicher war es, davon nun auch vor Ort zu erfahren und Geschichtsunterricht außerhalb von Buch, Tablet und Klassenzimmer zu erleben. Früh um 8 Uhr brachen wir auf, um pünktlich zu unserer Führung an der Gedenkstätte anzukommen. Als wir aus den Bussen stiegen, war zu spüren, wie es immer leiser wurde, weil jeder realisierte, wo wir hier waren. Das Gelände war zwar von einem halben Meter Schnee bedeckt, aber dennoch ließ sich die Dimension erahnen. In der eisigen Kälte wurden wir klassenweise aufgeteilt, bekamen einen Tourguide zugewiesen und erhielten einen ersten Überblick über das Lagerareal. Auf dem Rundgang über das Gelände erfuhren wir, dass das KZ für den Abbau von Granit in der Nähe errichtet und als Hauptlager konzipiert worden war. Das bedeutet, dass es in der Umgebung weitere kleinere Lager gab, die unter der Leitung von Flossenbürg standen. Bei der Führung wurden uns vor allem die Hauptgebäude gezeigt, die bis heute erhalten sind. Dazu zählen neben dem Hauptgebäude für die Verwaltung auch die beiden Gebäudetrakte mit der Wäscherei, den Waschräumen und der Lagerküche. Heute werden die wenigen noch erhaltenen Gebäude als Museumsräume genutzt. Anschaulich wurde uns der Weg der Neuankömmlinge ins KZ erläutert sowie die Demütigungen und Entwürdigungen ab dem ersten Schritt: wie sie alle persönlichen Sachen abgeben mussten, wie sie zwangsrasiert und zusammengepfercht geduscht und währenddessen verprügelt wurden und wie die Registrierung der Häftlinge durch eintätowierte Nummern organisiert war. Manchmal mussten sie bis zu mehreren Tagen draußen bei eisiger Kälte oder Hitze warten, bis sie in ihre Baracken durften. Dort teilten sich bis zu sieben Männer eine Holznische als Bett. Mit am erschütterndsten waren die Einzelschicksale, die man anhand von Bildern, Texttafeln und originalen Gegenständen nachvollziehen konnte: wer hier gefangen gehalten wurde und warum, was die Menschen durchlitten und wie sie zu Tode kamen. Den Abschluss der Führung bildete das sogenannte „Tal des Todes“, das trotz der Schneemassen gut zu erkennen war. Uns wurde erklärt, wie die durch Hunger, Kälte, Erschöpfung oder Gewalt zu Tode Gekommenen dort auf unwürdigste Art hinabgeworfen und im Krematorium verbrannt wurden. Nach der ergreifenden Führung hatten wir noch Zeit, das Gelände selbst zu erkunden oder uns noch einmal im Museum umzusehen. Interessant war beispielsweise ein neuer Raum, der erst am Anfang des Jahres eröffnet worden war. Dort erzählen Zeitzeugen auf Videowänden projiziert von ihrem Schicksal im Konzentrationslager Flossenbürg und seinen 80 Außenlagern. Nicht zuletzt durch diesen Raum war zu spüren, welche traumatischen Erinnerungen die überlebenden Häftlinge nicht mehr losgelassen haben. Selbst wenn wir schon vorher davon gehört hatten, welche schlimmen Gräueltaten in den Konzentrationslagern begangen wurden, war es ein viel intensiveres Gefühl, selbst an einem Ort des Geschehens zu stehen. Und auch wenn die Schrecken der NS-Herrschaft ein sehr belastendes Thema sind, hat uns der Besuch in der Gedenkstätte unmittelbare Eindrücke vom Leben und Leiden in den Konzentrationslagern vermittelt und die unfassbare Erinnerung an diese Schreckenszeit verständlicher gemacht. Text und Fotos: Manuel Reuter und Thomas Qi (9a)