Wie jedes Jahr ging es pünktlich um 10:00 Uhr los am Sonntag, den 25.01.2026. Die Busse waren bereit für die Abfahrt und 121 Schülerinnen und Schüler freuten sich auf eine Woche Skifahren in Wagrain.
Gleich nach den Weihnachtsferien waren alle durch einen 45-minütigen Vortrag eingestimmt und informiert worden über Ablauf, notwendige Ausrüstung und Regelungen vor Ort. Die Zimmereinteilung fand dann in der Mensa statt. Hier zeigte sich bereits die große Kompromissbereitschaft und die Kreativität bei der Aufteilung, und jeder fand schließlich seinen Platz in einem Vier-Bett oder Sechs-Bett Zimmer.
Nach 5 Stunden Fahrt konnte endlich ausgepackt und die Zimmer bezogen werden. Am selben Abend noch wurden die Leihski ausgegeben und anprobiert. Es hat sich bewährt, die Ski in Österreich zu leihen, da wir uns somit den aufwändigen Transport der Ausrüstung von Schwabach nach Wagrain sparen und bei Problemen mit dem Material direkt vor Ort einen zuverlässigen und kompetenten Ansprechpartner haben. Nach dem Abendessen, das sich alle schmecken ließen, wurden die Liftpässe verteilt und die FIS Pistenregeln besprochen. Wer dann noch Kraft und Lust hatte, durfte sich in der Turnhalle auspowern oder den Abend bei Gesellschaftsspielen ausklingen lassen.

Die anfängliche Enttäuschung am Montag, nicht das Schneechaos in Schwabach erlebt und damit den Tag schulfrei für die Daheimgebliebenen mitgenommen zu haben, war schnell verflogen, als wir das erste Mal in der Gondel saßen und Richtung Gipfel fuhren. Am ersten Skitag wurde die Feinjustierung der Gruppen vorgenommen. Die Kinder teilen sich selbständig in die Kategorien Anfänger, Fortgeschrittener und Profi ein. In Wagrain auf der Piste können wir dann je nach Können noch nachdifferenzieren, um so jedem nach seinen Fähigkeiten bestmöglich zu fördern. Die Anfängergruppen sind dabei kleiner als die Fortgeschrittenen- und Profigruppen und machen mittags eine deutlich längere Pause. Je nach Wetter und Können wird das Essen spätestens am 4. Tag auf die Piste in Form eines Lunchpakets mitgenommen, um möglichst viel Zeit beim Skifahren zu verbringen.
So machten die Anfänger schnell Fortschritte und auch die Fortgeschrittenen wurden immer sicherer und besser, während die Profis viele Pistenkilometer sammelten. Nach dem Skifahren hieß es Ausruhen auf den Zimmern, Duschen und Vorbereiten auf den Zimmerwettbewerb. Bewertet wurden neben den kreativen Türschildern vor allem die Sauberkeit und Ordnung auf den Zimmern, was durchaus sinnvoll war bei 6 Schülern und begrenztem Stauraum in den Schränken. Die Sieger des Zimmerwettbewerbs durften als Belohnung auf der Heimfahrt als erstes in den Bus einsteigen und bekamen einen Pokal überreicht.
Nach dem Abendessen folgte das pädagogische Abendprogramm, das das Sportseminar federführend gestaltete und in dem Themen wie Alpine Gefahren, Orientierung im Gelände und ein ökologisches Rollenspiel durchgeführt wurden. Die letzten Stunden bis zum Abendappell konnte jeder in der Turnhalle, beim Tischtennis oder bei Gesellschaftsspielen verbringen und sogar das Handballspiel der Vorrunde Deutschland gegen Dänemark stand auf dem Programm. Am letzten Abend gab es eine Nachwanderung, eine Disco, ein Lagerfeuer mit Kinderpunsch vorm Haus und einen gemeinsamen Abschluss bei einem selbstgedichteten Lied von Frau Schneider.
Auch das Alternativprogramm war sportlich aktiv beim Langlaufen, Schlittschuhfahren, Minigolfen und sogar das Rätsel der 3 Türme musste in Radstadt gelöst werden.

Fazit:
Uns hat es wieder sehr gefallen, was vor allem an der großartigen Gruppe der Jungs und Mädchen lag, die ganz hervorragend und diszipliniert waren und viel gelernt haben. Sogar dunkelrote Pisten konnten von einigen Anfängern nach nur 4 Tagen sicher bewältigt werden. An dieser Stelle ein großes Kompliment an alle Teilnehmer!
Was bleibt, sind viele schöne Erinnerungen an eine ereignisreiche Woche und ein Paar Skistiefel, das anscheinend niemandem gehört…

Tobias Ruska für die Fachschaft Sport