Im Rahmen der MINT-Tage am 05.02.2026 durften die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe den Mitarbeitern der beiden Hochschulen in Nürnberg und Ansbach nicht nur über die Schulter blicken, sondern Biotechnologie und angewandte Chemie zum Anfassen erleben.
Mit Laborkittel und Häubchen ausgestattet ging es an der Hochschule Ansbach für eine Gruppe ins Labor Lebensmitteltechnik. Dort konnten die „Bubbles“ für den Bubble Tea nicht nur hergestellt, sondern natürlich auch verkostet werden. Ob Erdbeere, Maracuja oder Apfel – hier war für jeden Geschmack etwas dabei.
Gentechnik zum Anfassen gab es gleich nebenan im Labor Molekularbiologie – hier durften die Schülerinnen und Schüler ein Plasmid in Bakterien einbauen. Plasmide sind ringförmige, autonome DNA-Moleküle, mit denen unterschiedliche Merkmale und Eigenschaften in Zellen eingeschleust werden können. In diesem Fall wurde das infiltrierte Bakterium dadurch im UV-Licht zum Leuchten gebracht.
Ebenso praktisch wurde im Labor Physik gearbeitet. Mit Hilfe des Programmes „Lego spike“ durfte ein Roboter programmiert werden, der in der Lage ist, eigenständig nach Farben zu sortieren – eine Technik, die bereits in der Mülltrennung Anwendung findet.
Das Prinzip der Nachhaltigkeit konnten die Schülerinnen und Schüler im Labor für elektrische Energietechnik erfahren, hier konnte mit der Kraft des Windes experimentiert werden und die Anwendungsmöglichkeiten von Aktivkohle hautnah erlebt werden.
Beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler von einem Blick durch das Rasterelektronenmikroskop (REM) im Labor Rohstoffe / Umweltmesstechnik. Wie auf einem anderen Planeten sah dort die Oberfläche eines simplen Kohlblattes aus. Die sich im REM offenbarenden Erhebungen und Strukturen auf der Blattoberfläche sind für die geringe Benetzbarkeit der Oberfläche verantwortlich und werden gemeinhin als Lotuseffekt bezeichnet.
Sich einmal wie ein Rockstar fühlen konnten sich die Schülerinnen und Schüler im Labor für Creative Prototyping – hier konnten die Schülerinnen und Schüler Erfahrungen vor und hinter der Kamera sammeln.
Auch der künstlerische Aspekt kam nicht zu kurz. Im Labor Smart Materials und Kunststoffverarbeitung konnten die Schülerinnen und Schüler mittels 3-D-Druck selbst kleine Elefanten und Tintenfische herstellen. Diese durften als Erinnerung mit nach Hause genommen werden.
Moleküle, die sauber machen, konnte eine andere Gruppe bei der Seifenherstellung im Chemielabor kennenlernen.
Auch an der TH Nürnberg bekamen die Schülerinnen und Schüler schon einen ersten Eindruck, wie ein Studium an der Fakultät für angewandte Chemie aussehen kann. Hier war ebenfalls der Lotuseffekt Thema – die Schülerinnen und Schüler überprüften, wie gut eine Beschichtung Wasser abperlen lässt, indem sie den Kontaktwinkel der Wassertropfen mit Hilfe einer Bildauswertesoftware bestimmten.
Abgerundet wurde der Besuch an beiden Hochschulen noch durch vielfältige informative Angebote zu den unterschiedlichen Studiengängen. So bot dieser Tag nicht nur die Möglichkeit, die Inhalte des Biologie- und Chemieunterrichts praktisch anzuwenden, sondern auch schon einmal in ein naturwissenschaftliches Studium hineinzuschnuppern.
Vielen Dank an das familiäre Team der Hochschule Ansbach mit den Organisatorinnen Prof. Dr.-Ing. Anke Knoblauch, Dipl.-Ing. Katja Frohnapfel, Prof. Dr. Annette Martin und Frau Nadine Lörler, das uns stets mit Rat und Tat zur Seite stand, und an das Team der Technischen Hochschule Nürnberg unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Lösel.
Ebenso geht ein großes Dankeschön an die begleitenden Lehrkräfte des AKGs, Susanne Donath-Uhl, Johannes Greger, Konstantin Strobl und Tilman Kißlinger.
Text / Fotos: Kristin Köbler





